100 Jahre SPD Nachrodt-Wiblingwerde


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Grußwort von Dagmar Freitag, MdB


Dagmar Freitag, MdB (SPD) | Bild: Die Hoffotografen

Dagmar Freitag, Mitglied des Deutschen Bundestages
Grußwort zum 100-jährigen Jubiläum SPD Nachrodt-Wiblingwerde

Liebe Genossinnen und Genossen, lieber Ortsverband Nachrodt- Wiblingwerde,

100 Jahre SPD Nachrodt-Wiblingwerde - ein wahrhaft guter Grund, herzlich zu diesem Jubiläum zu gratulieren!

Der Ortsverein hat wahrlich deutsche Geschichte erlebt und mit dieser frühen Gründung auch Geschichte geschrieben: Nur wenige Wochen nach dem Ende des 1. Weltkriegs und der Monarchie in Deutschland und kurz nach der Ernennung von Friedrich Ebert zum ersten Reichskanzler haben politisch interessierte und engagierte Menschen die Gründung dieses Ortsvereins vorgenommen – mit Courage, mit Weitsicht, mit Optimismus und aus voller Überzeugung, diese historische Situation des Friedens nach Jahren des brutalen Kriegs zu nutzen. Hier in Nachrodt- Wiblingwerde verstanden unsere Genossinnen und Genossen, dass die Zeit reif war, um den längst überfälligen parlamentarisch-demokratischen Neubeginn mitzutragen, der den Grundstein der sozialen Demokratie in Deutschland legen würde. Es war Zeit, Verantwortung zu übernehmen, für Frieden, Freiheit und für Menschenrechte zu kämpfen und diese dann demokratisch zu schützen und zu verteidigen. All das taten diese Pioniere, chapeau!

Ungewöhnlich mag uns das Gründungsdatum des Ortsvereins, der 27. Dezember, vorkommen – zwischen Weihnachten und Neujahr. Aber in ungewöhnlichen Zeiten brauchte es auch ungewöhnliche Maßnahmen, finde ich. Und es gab keinen Grund zu warten oder auch nur zu zögern – die Zeiten verlangten nach Neubeginn, nach Versöhnung und gemeinsamen, zügigen Arbeiten am Fundament für Freiheit und Demokratie!

Lokales Engagement auf der einen Seite, nationale Hartnäckigkeit auf der anderen Seite: 1918 war auch das Jahr, in dem es mutige und furchtlose Sozialdemokratinnen wie Marie Juchacz, Clara Zetkin und Luise Zietz schafften, das aktive und passive Wahlrecht für Frauen zu erkämpfen. Damit bereiteten sie den Weg für weitere wichtige Meilensteine in der Frauenund Gleichstellungspolitik – es war wahrhaftig eine Zeit des Aufbruchs, der Veränderung, und es war auch schon damals eine Zeit, in der die Sozialdemokratie für die Menschen Gesellschaftsentwürfe für die Zukunft entwarf.

Wenn wir uns auf die lange Geschichte der SPD besinnen, dann stand unsere Partei für fortschrittliche und nicht etwa rückwärtsgewandte Debatten, und das sowohl bei innerparteilichen Diskussionen als auch beim öffentlichen Diskurs. Wir als Sozialdemokraten haben die Herausforderungen weder damals noch heute als Bedrohung, sondern als Chance verstanden und angenommen: Daran sollten wir uns in diesen für unsere Partei wahrlich nicht einfachen Zeiten erinnern! Beispielsweise bei einem Thema, das die Menschen beschäftigt, das auch Ängste und Sorgen hervorruft: die Digitalisierung der Arbeitswelt. Natürlich bringt ein Strukturwandel in der Arbeitswelt zwangsläufig auch immer Brüche in Erwerbsbiografien mit sich, aber es ist unsere Aufgabe, den Menschen Mut zu machen und gleichzeitig ihre Sorgen ernst zu nehmen und realistische Lösungsansätze zu schaffen.

Unsere europäischen Nachbarn haben uns nach Beendigung des 1. Weltkriegs, also in den Gründungsjahren des Ortsvereins Nachrodt-Wiblingwerde, und erneut nach dem 2. Weltkrieg die Hand zum Frieden gereicht, haben Deutschland geholfen, den Weg (zurück) in ein parlamentarisch-demokratisches System zu schaffen. Dabei war die SPD immer eine proeuropäische Partei, und diese Tradition sehe ich als unsere Verpflichtung an, in Zeiten der national und international wachsenden rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien sich diesen wieder entschlossen und unmissverständlich entgegenzustellen.

Mehr denn je sind wir auf einen engen gesellschaftlichen Zusammenhalt auch vor Ort angewiesen, um diesen fremdenfeindlichen Bewegungen begegnen und entgegnen zu können - daher möchte ich allen, die sich hier im Ortsverein engagieren, Mut, Ausdauer und Weitblick wünschen - alles Gute für die nächsten Jahre eurer engagierten Arbeit. Ganz im Sinne der SPD Pioniere (und einem Augenzwinkern): Bleibt „tüchtig“ und nah an den Bedürfnissen eurer Mitmenschen!

Eure
Dagmar

 

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